Wie kann ich transparente Tuben zuverlässig ausrichten?

Eine Anwenderin wandte sich an wenglor mit der Frage, wie sich Tuben in Abfüllanlagen sicher und automatisiert ausrichten lassen – auch dann, wenn die Tuben transparent oder nur schwach bedruckt sind. Gerade in der Kosmetik- und Verpackungsindustrie gehören transparente Verpackungsmaterialien zum Standard, stellen jedoch für klassische Sensorsysteme oft eine Herausforderung dar. Für eine präzise Ausrichtung muss jedes Merkmal der Tube zuverlässig erkannt werden – unabhängig von Farbe, Druckbild oder Materialdurchlässigkeit.

Kontrastsensor P1PW von wenglor erkennt Kontrastmarken auf transparenten Objekten.
Kontrastsensoren P1PW erkennen geringste Kontrastunterschiede, auch bei buntem, glänzendem und transparentem Material.

Sensoren mit Farberkennung – flexibel einsetzbar und in drei Modi betreibbar

Für diese Anforderung bieten sich die P1PW Kontrastsensoren an, die je nach Aufgabe in drei Betriebsmodi genutzt werden können. Besonders wichtig für die Tubenausrichtung ist der Farbmodus. Hierbei reagiert der Sensor gezielt auf feine Farb- und Strukturunterschiede, wie sie auf Tuben als Logos, Schweißnähte oder Druckmarken erscheinen.

Die Kontrastsensoren der P1PW-Serie liefern stabile Ergebnisse, weil sie:

  • mit WeiĂźlicht arbeiten, das einen kleinen, homogenen und rechteckigen Lichtfleck erzeugt
  • ĂĽber einen RGB-Chip messen, der feinste Farb- und Kontrastunterschiede auflöst
  • dadurch auch sehr kleine Merkmale sicher detektieren können

 

Gerade fĂĽr runde oder transparente Tuben ist dies ein entscheidender Vorteil.

Transparente Tuben sicher erkennen – dank automatischer Lichtregelung

Ein häufiges Problem bei transparenten Materialien ist der geringe Reflexionsgrad. Viele optische Systeme verlieren hier an Zuverlässigkeit. Die eingesetzten Farbsensoren regeln jedoch ihre Senderlichtintensität automatisch nach, sodass stets genügend Rückstrahlung für eine sichere Auswertung vorhanden ist.

Damit lassen sich auch transparente Tuben zuverlässig erkennen und ausrichten, ohne zusätzliche Reflektoren oder Spezialmarkierungen.

Beispiel aus der Praxis: Kontrastmarkenerkennung auf transparenten Kosmetiktuben

Ein ähnliches Prinzip wird bereits erfolgreich in der Kosmetik- und Verpackungsindustrie eingesetzt:
Bei der automatischen BefĂĽllung von Kosmetiktuben mĂĽssen die Tuben vor dem BefĂĽllen exakt ausgerichtet werden. HierfĂĽr kommen Kontrastsensoren mit WeiĂźlicht zum Einsatz.

Diese P1PW-Sensoren erkennen zuverlässig die aufgedruckten Kontrastmarken (Druckmarken) – selbst auf halbtransparenten Tuben. Dank IO-Link und integrierter Anzeige kann die Qualität der Marke kontinuierlich überwacht werden, was den gesamten Befüllungsprozess stabiler und reproduzierbarer macht.

Diese etablierte Anwendung zeigt, dass eine sichere Markenerkennung auch bei anspruchsvollen Transparenz- oder Rundheitsbedingungen möglich ist – und bildet damit eine direkte Parallele zur Tubenausrichtung in den Abfüllanlagen der Anwenderin.

Wie funktioniert die Ausrichtung im Prozess?

Die Sensoren werden im Bereich der Zuführung oder im Drehteller so angebracht, dass sie ein spezifisches Merkmal der Tube erfassen – etwa eine Druckmarke, Farbfläche oder Nahtlinie. Sobald dieses Merkmal erkannt wird, kann die Maschine:

  • die exakte Drehposition bestimmen
  • die Tube fĂĽr die BefĂĽllung korrekt ausrichten
  • oder Tuben aussortieren, deren Kontrastmarke nicht detektierbar ist

Fazit

Mit den Kontrastsensoren P1PW erhalten Anwender eine robuste, moderne und hochgenaue Lösung zur Ausrichtung von Tuben – selbst bei transparenten oder nur schwach bedruckten Materialien. Durch Weißlicht, RGB-Auswertung und automatische Lichtregelung werden auch kleinste Merkmale sicher erkannt.

Autor

Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

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